Tabakkonsum in Deutschland

SmokingDen aktuellsten Repräsentativbefragungen zum Tabakkonsum in Deutschland zufolge rauchten im Jahr 2003 rund 33 Prozent der deutschen Bevölkerung im Alter von über 18 Jahren, der überwiegende Anteil davon täglich (74 Prozent). Zwar rauchen nach wie vor deutlich mehr Männer (37 Prozent) als Frauen (31 Prozent) in der deutschen Erwachsenenbevölkerung, bei Jugendlichen und jungen Erwachsenen haben sich die Raucherquoten zwischen den Geschlechtern - bedingt durch einen Zuwachs weiblicher Raucher - jedoch weitgehend angeglichen. Der letzten Untersuchung der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) zufolge rauchen im Jahr 2005 21 Prozent der männlichen und 19 Prozent der weiblichen Jugendlichen im Alter zwischen 12 und 17 Jahren. Das Durchschnittsalter, in dem Mädchen und Jungen ihre erste Zigarette rauchen, liegt unverändert niedrig zwischen dem 13. und 14. Lebensjahr.
Daten aus Deutschland belegen, dass ein stark ausgeprägter sozialer Gradient das Rauchverhalten beeinflusst. Hohe Raucheranteile weisen demnach vor allem Bevölkerungsgruppen mit geringerer Bildung, geringem Einkommen und niedrigem beruflichem Status sowie Arbeitslose und Sozialhilfeempfänger auf. In Bevölkerungsgruppen, die mehrere dieser Risikomerkmale auf sich vereinigen, ist die Raucherquote im Vergleich zu sozial und ökonomisch besser gestellten Bevölkerungsgruppen um das Vier- bis Sechsfache höher.

Ausführliche Informationen erhalten Sie in der nebenstehenden Rubrik und unter:
Schulze A, Lampert T (2006): Bundes-Gesundheitssurvey: Soziale Unterschiede im Rauchverhalten und in der Passivrauchbelastung in Deutschland; Beiträge zur Gesundheitsberichterstattung des Bundes, Robert-Koch-Institut, Berlin

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